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Schafe in der Heide

Kirchdorfer Heide mit Franzosenstein

Die Kirchdorfer Heide, eine der größten zusammenhängenden Heideflächen Niedersachsens. Ein Reit- und Wanderparadies in dem die Zeit still zu stehen scheint. Egal ob zu Fuß, per Rad, hoch zu Ross oder gar mit der Kutsche, hier können Sie den Alltag schnell vergessen. Genießen Sie den Anblick der violetten Blütenmeere von ungefähr Anfang August bis Anfang September. Unvergessen bleibt der Besuch, wenn dann noch eine Schnuckenherde nebst Schäfer und Hütehunden den Weg kreuzt.

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Bufettkiste in der Kirchdorfer Heide© Rolf Hedemann
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Bufettkiste in der Kirchdorfer Heide© Rolf Hedemann
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Buffetkiste in der Kirchdorfer Heide© Samtgemeinde Kirchdorf
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Franzosenstein© Samtgemeinde Kirchdorf
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Heide© Rolf Hedemann
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Hinweisschild Kirchdorfer Heide© Judith Dujat
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Kirchdorfer Heide © Rolf Hedemann
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Kirchdorfer Heide© Samtgemeinde Kirchdorf
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Kirchdorfer Heide in der Abendsonne© Hans-Jürgen Levin
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Kirchdorfer Heide in der Abendsonne© Hans-Jürgen Levin
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Kutschfahrt in der Kirchdorfer Heide© Rolf Hedemann
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Moorschnucken in der Heide© Rolf Hedemann
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Pavillon in der Kirchdorfer Heide© Samtgemeinde Kirchdorf
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Planwagenfahrten Kirchdorfer Heide© Judith Dujat
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Sitzbänke in der Kirchdorfer Heide© Rolf Hedemann
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Weg in der Kirchdorfer Heide© Samtgemeinde Kirchdorf

Wandern am Franzosenstein

Eine rund 40 km ausgewiesene Naturstrecke sowie ein acht Kilometer langer Gelände-Sprung-Parcous führen durch Wald und Heide. Reiterhöfe bieten den Gästen und ihren Vierbeinern allen erdenklichen Komfort. Die Orte rund um die Kirchdofer Heide mit ihren historisch gut erhaltenen Fachwerkhäusern, altem Baumbestand, schönen Dorfplätzen und kleinen Gassen laden zum Bummeln ein.

Bei Ihrer Wanderung können Sie dann auf dem Knickberg - 86 m NN - den Franzosenstein entdecken und dort eine kleine Rast machen.

Für den kleinen oder gar größeren Hunger zwischendurch besteht auch die Möglichkeit sich durch Baumann’s Hof die vorhandene Buffetkiste befüllen zu lassen.

Der Franzosenstein

Er heißt heute noch „Franzosenstein“, die ein Meter hohe Sandsteinsäule auf der höchsten Stelle in der Gemeinde Kirchdorf. Dieses Relikt aus vergangener Zeit gibt dem Besucher immer wieder Rätsel auf. Im Samtgemeindearchiv Kirchdorf ist darüber folgendes festgehalten:

Kirchdorf unter hessischer Verwaltung zum Amt Uchte gehörend kam 1803 unter französischer Herrschaft. Unter Leitung von Oberst Epailly errichtete Vermessungsoffiziere einen zwölf Meter hohen Turm. An dieser Stelle ein Dreiecksnetz I. Ordnung („Canevas die Triangles du Ier ordere executes par M. Epailly“). Von hier aus erfasste man folgende Hauptpunkte: Die Kirchtürme von Twistringen und Asendorf, die Signaltürme auf dem Mordkulenberg westlich des Dümmers in den Dammer Bergen (141 m über dem Meer), auf dem Hüttenberg im Grinderwald (101 m über dem Meer), einem Berg bei Loccum und den Knickberg (86 m über dem Meer). Gleichzeitig konnten französische Beobachter die Geschehnisse in allen Richtungen kontrollieren. 1813 nach der Franzosenzeit fiel Kirchdorf wieder an Hessen, der zwölf Meter hohe Turm wurde zerstört. 1814 erhob Prinzregent Georg von Hannover und England sein Kurfürstentum zu Königreich, einbezogen die hessischen Hoheitsgebiete. 1816 ordnete König Georg IV die Ausdehnung der Triangulation für das gesamte Königreich Hannover an. Unter Leitung von C. F. Gauß begann die Vermessungsarbeit auch auf dem Knickberg, dafür ließ er einen Stein mauern mit einem Postament, darauf eine Platte, die der mutwilligen Zerstörung zum Opfer fiel. Als Ersatz stellte man einen ein Meter hohen Sandsteinpfeiler auf, mit der eingemeißelten Inschrift „Königl. Hann. Land. Vermess.“. Noch heute steht dieser Stein auf dem Knickberg, der fälschlicherweise Weise als „Franzosenstein“ bezeichnet wird. Vielleicht willkürlich von den Preußen die 1866 nach der Schlacht von Langensalza Hannover einverleibten. Preußische Vermessungsoffiziere errichteten 1886/87 im Rahmen der preußischen Landesaufnahme an dieser Stelle auf einem Steinfundament ein Holzturm, den man wiederum Franzosenturm nannte. Nach etwa 25 Jahren war auch dieser verschwunden. Im Jahre 1919 kam der Erlass, keine Türme mehr aufzustellen. Dem heutigen Besucher ist es nicht mehr möglich auf dem Knickberg nach allen Seiten Ausschau zu halten. Er befindet sich mitten im Wald, wo eine Ruhebank ihm zum Rasten einlädt. Unweit vom vermeintlichen „Franzosenstein“ ist schon seit Jahren ein eingelassener viereckiger Stein versehen mit einem Kreuz, der so genannte „Trigonometrische Punkt“, der der Höhe des Knickbergs (86 m über dem Meer) als Vermessungspunkt unseres Katasteramtes dient.

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Wappen der Samtgemeinde Kirchdorf© Samtgemeinde Kirchdorf

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